Führerschein: zu teuer, zu langsam, zu wichtig fürs Sauerland

Titelbild: KI-generiertes Symbolbild

Wer in Medebach, Hallenberg oder Bestwig wohnt und eine Ausbildung in Meschede oder Arnsberg beginnt, merkt schnell: Ohne Auto wird es kompliziert. Der Führerschein ist im Sauerland keine Kür, sondern die Eintrittskarte in Ausbildung, Job und Freizeit.

Gleichzeitig ist die Fahrausbildung in den letzten Jahren deutlich teurer geworden. Viele zahlen inzwischen mehrere tausend Euro, bis sie die Plakette in der Hand halten. Wartezeiten bei Prüfungsterminen und Fahrlehrermangel verlängern das Ganze zusätzlich.

Was wir fordern

  • Mehr Theorie digital: Theorieunterricht soll vollständig online und im eigenen Tempo möglich sein, mit Prüfung vor Ort.
  • Simulatoren anerkennen: Ein Teil der Pflichtstunden soll im Fahrsimulator absolviert werden dürfen. Das spart Geld und Sprit.
  • Prüfkapazitäten ausbauen: Niemand sollte wochenlang auf einen Prüftermin warten, nur weil Prüferinnen und Prüfer fehlen.
  • Begleitetes Fahren stärken: Das begleitete Fahren ab 17 hat sich bewährt. Die Regeln sollen einfacher und flexibler werden.

Warum das ein liberales Thema ist

Mobilität ist Freiheit. Wer sich den Führerschein nicht leisten kann, ist auf dem Land bei der Berufswahl eingeschränkt. Wir wollen nicht, dass der Geldbeutel der Eltern darüber entscheidet, welche Ausbildung jemand machen kann. Deshalb gehört der Führerschein für uns genauso zur Mobilitätspolitik wie Bus und Bahn.

Viele dieser Stellschrauben liegen beim Land: Prüfkapazitäten, Fahrlehrerausbildung, Digitalisierung der Verfahren. Deshalb gehört das Thema für uns in den Wahlkampf zur Landtagswahl am 25. April 2027, bei der erstmals auch 16- und 17-Jährige wählen dürfen.

Du siehst das genauso oder ganz anders? Komm zu unserem Stammtisch, jeden ersten Donnerstag im Monat an einem anderen Ort im HSK, oder schreib uns über das Kontaktformular.